Datenterrorist
Freiheit stirbt mit Sicherheit. _

.:: Virenverseuchte Militär Computer ::.

"Der Computerschädling "Conficker" hat bei den Armeen in Frankreich und Großbritannien die Kommunikation zusammenbrechen lassen. Nun räumt auch die Bundeswehr einen massenhaften Befall ihrer Rechner ein, weigert sich aber seit Tagen, Auswirkungen zu benennen.
Der Computerschädling "Conficker" hat mehrere hundert Rechner der Bundeswehr lahmgelegt. Seit Donnerstag sei die Zahl der befallenen Computer sprunghaft angestiegen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber tagesschau.de."

Quelle: Tagesschau
16.02.09 13:15:21 - balle - 1 comment - Datenschlampen


.:: Vertrag zur Internetzensur veröffentlicht ::.



"Die ursprünglich von Familienministerin von der Leyen vorgeschlagene Ausblendung bzw. Sperrung von Webseiten soll durch einen Vertrag zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA) und den Internet-Service-Providern (ISPs) als Zugangsanbieter zum Internet durchgeführt werden. Der dem CCC zugespielte Vertrag, der den ISPs bereits unterschriftsreif zugestellt wurde, verpflichtet die ISPs, ihren Kunden den Zugang zu einer geheimen und somit nicht rechtsmittelfähigen Liste von Domains zu verwehren.

Der Vertragsentwurf verpflichtet die ISPs, die nur werktags vom BKA übermittelten Zensurlisten geheimzuhalten. Somit sieht sich der CCC in seinen Befürchtungen [2] bestätigt, dass Frau von der Leyen zusammen mit Innenminister Schäuble und dem BKA eine Vorzensur ohne gesetzliche Grundlage einzuführen versucht.

"Der hier vorliegende Versuch des Bundesinnenministers, eine ´freiwillige´ Vorzensur ohne gesetzliche Grundlage zu schaffen, ist ungeheuerlich. Flankiert durch die Bundesfamilienministerin von der Leyen wird hier das Thema Kinderpornographie instrumentalisiert, um eine Zensurautomatik für Internetseiten einzuführen. Mit dem vorliegenden Vertragsentwurf wird nicht nur deutlich, dass das Bundesinnenministerium offenbar überhaupt kein Interesse an einer Strafverfolgung gegen die Täter hat, sondern eine geheime Infrastruktur für das Zensieren von Internetseiten plant", sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn."

Quelle: CCC
Vertragsentwurf vom 11.02.2009

"Die Bereitstellung der Listen erfolgt in verschlüsselter Form, deren Art und Weise einvernehmlich in einer Anlage zu diesem Vertrag festzulegen ist."

Ah hat man gelernt, dass unverschlüsselte E-Mails kinderleicht zu faken sind?

"Die Sperrmaßnahmen erfolgen mindestens auf Ebene des VDN. Der ISP entscheidet auf der Grundlage des jeweiligen Stands der Technik, auf welche Weise die Erschwerung des Zugangs vorgenommen wird. Dabei stellt der ISP sicher, dass eine mögliche Beeinträchtigung der Rechte unbeteiligter Dritter auf
das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Minimum begrenzt wird."


Und das DNS-Sperren ebenfalls kinderleicht zu umgehen sind?

Btw in dem Vertrag, der insgesamt 6 Seiten umfasst, davon 2 Seiten Standard-Blabla, geht es eine ganze Seite nur darum, dass niemand sehen und wissen darf was das BKA zensiert. Wenn das mal nicht, neben der Grundlosigkeit und der Grundgesetzwidrigkeit zum Himmel stinkt, dann weiss ich auch nicht...
Ist die neue Parole der "Familienministerin": Schützt Kinderschänder durch Ausblendung? Dann ist das wohl Verblendung.
Niemand will eine Zensur-Infrastruktur im Internet aufbauen!!
Und morgen und übermorgen werden garantiert niemals andere schon seit Jahren sehr interessierte Wirtschaftsvertreter auf den Rücken des Zensurrosses aufspringen und eigene VdN comitten, die nie wer ankucken darf...
Ich glaube das, denn Sarkasmus und Ironie sind mir fern wie nie. Alles wird schön aussehn. Und bunt. Mit Blumen.
Für ein floristisch, fröhlich erfreuliches Fernkommunikationsnetz!

Zypries: "Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man im Internet irgendetwas verbieten könnte (...). Das ist, als ob man das Regnen verbieten wollte"
13.02.09 22:48:00 - balle - 55 comments - CCC


.:: Internetzensur in Deutschland ::.

"Das Bundeskriminalamt (BKA) hat Internetprovidern und Branchenverbänden bei einem Treffen am Freitag seine Anforderungen an die geplante Sperrung kinderpornographischer Webseiten mitgeteilt. Laut einer heise online vorliegenden Spezifikationsbeschreibung will das BKA den Zugangsanbietern keine konkreten Vorgaben für die Technik der Blockade machen. Allerdings müsse jeder Zugriffsversuch auf die in einer vom BKA erstellten Sperrliste aufgeführten DNS-Einträge (Domain Name System) auf eine "Stopp-Seite" umgeleitet werden.
Abgesehen davon sei sicherzustellen, dass Strafverfolgungsbehörden ungefilterten Zugang zum Internet haben. Dies könne über die Einrichtung eigener DNS-Server für die Ermittler gewährleistet werden. Als Übertragungsstandard für die Filterlisten bevorzugt das BKA E-Mail, als Austauschformat eine Excel-Tabelle. Von einer Verschlüsselung ist in dem Papier nicht die Rede."

Quelle: Heise

Wohl nichts von Herrn Büssow gelernt...
02.02.09 14:40:04 - balle - 1 comment - Politik